Gegenwart (in) der Ukraine

Gegenwart (in) der Ukraine ist eine Kollaboration zwischen dem latenz ensemble und drei jungen Ukrainischen Komponisten, die sich in ihrer Heimat und nun im Krieg befinden. Wir sind von der Wichtigkeit der Verstärkung ihrer Stimmen überzeugt. Sie sprechen für sich als Ukrainische Kulturschaffende, als Kreative, am Beginn und inmitten ihrer Karrieren, als Teil einer Kultur, die vom wohl destruktivsten Schicksal unermesslich erschüttert wurde und wird; sie sprechen als Menschen.

Dieses Projekt ist ein Zeichen der Solidarität. Hier jedoch nicht nur als Stellungnahme des ensembles, sondern als umgelenkter Scheinwerfer, als Mikrophon, das wir weiterreichen, an diejenigen, diewahrlich Wichtiges zu berichten haben– über Gleichgewicht, Gerechtigkeit, Illusionen und den Goliath der Unermesslichkeit. Über Gemeinschaft, Gesellschaft, Mut und Hoffnung.

 

Das Konzert vom 23. Juli wird gestreamt und so einer breiteren, weltweiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Die digitalen Konzertzuschauenden spenden so den Ukrainian Classical Musicians Support Fund (https://en.kcmd.eu/support) und unterstützen somit direkt Künstler*innen im Krisengebiet. Die Wahl des Fonds wurde bewusst den kollaborierenden Komponisten überlassen.

Freitag 22. Juli 2022 19:00 Uhr, Caserne communale Moudon
Samstag 23. Juli 2022 19:00 Uhr, Der MaiHof Luzern 

mit live streaming ↓

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Sonntag 24. Juli 2022 17:00 Uhr, Yehudi Menuhin Forum Bern

Anton Koshelev merely flex

Maxim Kolomiiets footprints on the sun

Alexey Shmurak The Fishes' Reply to St. Anthony

 

(ver)graben

Im Rahmen der Kulturproduktionen Innereien der AKS präsentiert latenz ensemble die Konzertreihe (ver)graben. Vier Uraufführungen der Zentralschweizer Komponierenden Urban Mäder, Asia Ahmetjanova, Felix Nussbaumer und Christoph Blum, die von der Lichtkünstlerin Pia Matthes ergänzt, verarbeitet und zusammengefügt werden, bilden den Kern der Konzerte.
Die Besuchenden werden dabei durch die Zivilschutzanlage Sonnenberg geführt und erleben, was im Laufe der Zeit alles in unseren Bunkern und Bergen vergraben und versteckt wurde.

In einem transdisziplinären und Genregrenzen brechenden Rundgang entdeckt das Publikum, was wir finden, wenn wir hinschauen, uns den Geheimnissen stellen und dort wühlen und buddeln, wo Teile unserer Geschichte, unserer Vergangenheit und unserer Gegenwart, versteckt sind. Wir zeigen was passiert, wenn wir die Steine umdrehen, die Türen öffnen und die dunklen Ecken beleuchten, wenn wir in der Dämmerung die Augen öffnen und die Schatten anschauen, die vielleicht nicht nur in unserer Vorstellung bestehen. Gemeinsam gehen wir unter die Erde, führen durch politische und sozialkritische Themen und regen zum Nachdenken an – und hoffen, dass zurück an der Oberfläche das Erlebte weiter scheint und wir ein paar verborgenen, unterirdische Innereien erhellen konnten.

Freitag, 10. Juni 2022, Zivilschutzanlage Sonnenberg um 17 und 19 Uhr
Samstag, 11. Juni 2022, Zivilschutzanlage Sonnenberg um 15, 17 und 19 Uhr
Sonntag, 12. Juni 2022, Zivilschutzanlage Sonnenberg um 15, 17 und 19 Uhr

Ein Rundgang dauert ca. 1 Stunde, eine Reservation unter www.latenzensemble.com ist erwünscht.

! Hinweis ! 

Der Rundgang enthält Momente der kompletten Dunkelheit und gegebenenfalls Enge. Aus Sicherheitsgründen ergibt sich keine Möglichkeit des selbständigen, frühzeitigen Verlassens.

Wir empfehlen warme Kleidung.

Produziert im Rahmen des Kulturprojekts "Innereien" der Albert Koechlin Stiftung.

hyper | dimension

latenz ensemble präsentiert im Wechselspiel von akustischen und elektronischen Klängen und performativen Elementen neue, experimentelle Musik. Unter hyper|dimension finden Uraufführungen von den fünf jungen Komponierenden Nora Vetter, Fernando Manassero, Meike Senker, Christian Spitzenstaetter und Moritz Achermann statt, welche durch den Multimediakünstler Erwin Fonseca verbunden und ergänzt werden. Zusammen mit latenz ensemble wird erweitert anstatt eingeschränkt, vergrössert anstatt verkleinert, in alle Richtungen ausgdehnt und ausgebreitet, entwickelt und ausgestreckt - und dabei wird die Kunst in allen Facetten entfaltet und gelebt. In den Uraufführungen stellen sich die Komponierenden nicht der Frage "wie weiter?" sondern schöpfen die aktuellen Möglichkeiten aus, gehen voran, probieren, suchen und finden einen Weg der weiter geht, auf welchem wir nicht still stehen und in die hyper|dimension gehen.

2. Oktober 2021 19.30 Uhr Druckereihalle Ackermannshof Basel

3. Oktober 2021 18 Uhr Club Südpol Luzern

8. Oktober 2021 19.30 Uhr Aktionshalle Rote Fabrik Zürich

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AnfAng

die erste konzertreihe

26.11.2021 19:00 Stadtmuseum Aarau, GONG-Festival AK-KLANG

27.11.2021 19:30 Walcheturm Zürich

28.11.2021 13:30 Uhr Live Stream aus Bern

latenz ensemble sucht die Konfrontation mit Unklarheiten und in „AnfAng“ sich selbst im Verhältnis zu all den Eingrenzungen, die uns umgeben. Wir stellen Fragen über genau diese Grenzen, die auf so unterschiedlichen Ebenen zu grossen Entscheidungsfaktoren für uns werden: Landesgrenzen, Sprachgrenzen, individuelle Leistungsgrenzen, Grenzen von Ertragbarem, Wahrnehmbaren, entlang der Grenzen zwischen den verschiedenen Künsten. Wir suchen unseren Weg in vier neu für uns geschriebenen Stücken: „Tradition Me“ von Asia Ahmetjanova erforscht verschiedene Heimaten, die Grenzen zwischen Individuum und Ensemble-Einheit und Fragen nach Relevanz. Alfred Jimenez schafft in “Sit down if tired, all truths are kept silent“ durch Stille einen Raum, in dem die Grenzen zwischen Nicht-Klingen und Intensität als Klang verschwimmen. Adrian Nagel spielt mit den Grenzen der Wahrnehmung in „Stilleben“ und Anna Sowa versucht in „(un-) under_stand_able“ individuell-emotionale Grenzen sichtbar zu machen und schlussendlich zu sprengen.

Programm:

Anna Sowa: (un-) under_stand_able (2020, Uraufführung)

Asia Ahmetjanova: Tradition me (2020, Uraufführung)

Adrian Nagel: Stilleben [Akkordeon IV] (2020, Uraufführung)

Alfred Jimenez: Sit down if tired, all truths are kept silent. (2020, Uraufführung)

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